Mit Herz für Geschichte: Peter Honegger

Du kennst die Geschichte unserer Gesellschaft wie kein anderer. Wie kam es dazu?

Ich hatte schon früh Interesse an der Burgergemeinde. Als unsere Familie in die Gesellschaft zu Kaufleuten aufgenommen wurde, hat sich dieses auf die Gesellschaft fokussiert. Mein Herz schlug für die Geschichte.  Zum Leidwesen meiner Familie, die hauptsächlich aus Mathematikern und Physikern bestand. Auf das war ich nicht so wild und war dankbar, dass ich grossartige Lehrpersonen hatte, die mich förderten. 

Woher kommt Deine Begeisterung für die Innenarchitektur und Kunstgeschichte?

Breits in der 1. und 2. Klasse, fand ich Gefallen an der Innenarchitektur. Immer wenn ich in anderen Wohnungen zu Besuch war, fällte ich ein Urteil über die Einrichtung. Statt draussen zu spielen, blieb ich lieber drinnen und begutachtete alles. Nach dem Internat wollte ich nicht an die Universität, sondern - gegen ganz grossen Widerstand meiner Eltern - an die Kunstgewerbeschule in Basel. Ich schloss die Schule ab und machte ein Praktikum in Zürich in einem Einrichtungsgeschäft.

Wie ich hörte, hast Du später Schweizer Botschaften und Bundesratsbüros eingerichtet. Wie kam es dazu?

Genau. Nach dem Praktikum hatte ich das Glück, von der Eidgenössischen Baudirektion, in der Sektion Innenarchitektur, angestellt zu werden. Es war hoch interessant und ich lernte viele Menschen kennen und daraus ergaben sich zahlreiche Freundschaften. Mit der Zeit verleidete mir aber das Einrichten von grossen Esszimmern (lacht). 

Dann hast Du einen anderen Weg eingeschlagen und noch Kunstgeschichte studiert. Nach einem Praktikum in der Abegg- Stiftung in Riggisberg bist du 24 Jahre dort hängen geblieben. Was hat dich in Riggisberg gehalten?

Mich interessierten Textilien sehr und die Abegg-Stiftung hatte eine Vielzahl davon. Auch dort lernte ich viele spannende Persönlichkeiten aus aller Welt kennen. Zudem ist die Stiftung enorm vielseitig. Sie hat – das wissen viele nicht – auch eine wunderbare Möbelsammlung.

Wir freuen uns sehr, dass Du ab der Herbstausgabe die Geschichte unserer Gesellschaft erzählen wirst. Weisst du bereits, womit du beginnen wirst?

Ich bin mir noch nicht ganz sicher. Wahrscheinlich mit unserem Zunfthaus und der Geschichte unserer wunderbaren Zunftstube. 

 

Autorin: Giulia Frösch

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