Brückenbauerin zwischen Generationen
Warum liegt dir die Jugend so am Herzen? Du organisierst die Jugendfeste und gehörst zu den Gründerinnen der JuBu (Junge Burgergemeinde).
Für mich sind die JuBu und das Jugendfest zwei unterschiedliche Dinge. Am Jugendfest wirken viele Jugendliche mit und viele Kinder nehmen teil. Die Spanne der sechs- bis sechszehnjährigen Teilnehmenden zu sehen ist unglaublich spannend. In meinem Beruf habe ich wenig mit Jugendlichen zu tun, deshalb geniesse ich meine Aufgabe beim Jugendfest umso mehr. Die Freude aller Besuchenden zu sehen, motiviert mich jedes Jahr.
Bei der JuBu engagierte ich mich, weil ich es sinnvoll finde, dass sich Jugendliche einbringen und ihre Meinung äussern. Ihr Beitrag bringt Leben in die Burgergemeinde.
Dein Engagement in der Burgergemeinde und der Zunft ist ehrenamtlich. Ist das für dich selbstverständlich? Was bedeutet dir das?
Ja, für mich ist es selbstverständlich – es war von Anfang an selbstverständlich, dass es ehrenamtlich ist. Ich finde es schön, dass man so viel zurückbekommt. Nicht in der Form von Geld, sondern durch Erfahrungen und Mitgestaltungsmöglichkeiten.
Jetzt bin ich aus der JuBu herausgewachsen und engagiere mich in der Kulturkommission, wo ich viel mitreden und mitgestalten darf. Für mich ist das wertvoller als Geld.
Was machst du in der Kulturkommission?
Ich bin seit Januar Mitglied. Wir bearbeiten Kulturgesuche, die bei der Burgergemeinde Bern eingehen, prüfen sie und sprechen Beiträge.
Welchen Stellenwert hat das ehrenamtliche Engagement in der heutigen Gesellschaft?
Ich nehme wahr, dass man sich organisiert und gleichzeitig eine starke Zugehörigkeit erlebt. Man wird zu Anlässen eingeladen, knüpft neue Bekanntschaften und pflegt Beziehungen. Es entsteht ein grosser sozialer Zusammenhalt, den ich sehr schätze. Besonders gefällt mir, dass es keine Rolle spielt, woher man kommt, wie alt man ist oder welchen Beruf man hat. Man verfolgt gemeinsame Ziele - nicht primär für sich selbst, sondern für andere.
Frage: Was möchtest du mit deinem Engagement in der Zunft bewirken?
Ich setze mich für die Jugend ein und mein Ziel ist es, die Jugendlichen in die Zunft einzubinden und ein Angebot zu schaffen, welches interessant ist für sie. Das Kinderfest ist mein Schwerpunkt. Und ich möchte noch mehr Angebote für Junge schaffen. Es ist mir ein grosses Anliegen, dass die Jugend den Anschluss und das Interesse an der Zunft nicht verlieren. Zudem möchte ich auch eine Ansprechperson für die Jungen sein.
Was machst du in der Freizeit, wenn du überhaupt noch welche hast?
Meine Familie beansprucht momentan den grössten Teil meiner Freizeit. Ich gehe viel mit meinem Hund spazieren, ins Training oder joggen – das ist meine Stunde für mich. Auch ein Konzertbesuch mit meiner Freundin darf nicht fehlen. Und ich lerne fleissig Italienisch.
Autorin: Giulia Frösch
Mitwirken im Chrämers Bote
Giulia Frösch ist eine junge Gesellschaftsangehörige, die regelmässig für den Chrämers Bote schreibt und damit frischen Wind in unsere Gesellschaftszeitung bringt.
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